Achtsamkeit und Meditation

Achtsamkeit ist in unserer Gesellschaft sehr aktuell geworden, sie wird hier erörtert als therapeutisches Prinzip.
Achtsamkeit hat ihre Ursprünge nicht in der Psychologie, Psychotherapie oder Medizin sondern in östlichen Meditationswegen. In den verschiedenen Schulen des traditionellen Buddhismus spielte die Entwicklung von Achtsamkeit (im Sanskrit: Sati) eine große Rolle.

„Wer seine Gedanken prüft, wird sie alle mit der Vergangenheit und der Zukunft beschäftigt finden. Kaum denken wir je an die Gegenwart“ beklagte der französische Philosoph Blaise Pascal (1623-1662). Hier setzt das Prinzip Achtsamkeit an. Es tendiert ein offenes und nicht wertendes Bewusstsein für die sich im Hier-und-Jetzt entfaltenden Erfahrungen. Mit Achtsamkeit können wir in Kontakt mit der einmaligen und unwiederbringlichen Qualität jeden Augenblicks treten und dabei vorübergehend verbleiben, -und nicht wie gewohnt unsere Aufmerksamkeit vorrangig auf Vergangenheit oder Zukunft richten.

In die westliche Medizin und Psychologie hat Achtsamkeit über Dr. Jon Kabat-Zinn, USA, Eingang gefunden, der in den 1970er-Jahren die „Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion“ (mindfulness-based stress reduction; MBSR) etablierte. Effiziente Hilfe mit diesem Trainingsprogramm fand sich bei zahlreichen Störungen, u.a. bei chronischem Schmerz, Angst- und Essstörungen sowie bei psychosomatischen Störungen.
In verschiedenen Psychotherapieprogrammen ist jetzt auch Achtsamkeit als wichtiges Element integriert, wie etwa in der KVT der Depression, der DBT von Borderline-Störungen und bei der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT).

Generell ist Achtsamkeitstraining hilfreich für Menschen, die sich durch Stress beeinträchtigt und unglücklich fühlen. Hiermit kann man insbesondere erreichen

  • Im Stress klar und gelassen zu bleiben
  • Im Chaos des (Arbeits-)Alltags die eigene Mitte zu finden
  • Sich selbst und die Welt bewusster wahrzunehmen
  • Ruhiger, konzentrierter und zufriedener zu werden

In unserer Praxis ist Dr. Günther Mild für den Bereich Achtsamkeit, Meditation und achtsamkeitsbasierte Psychotherapie zuständig.
Er befindet sich in Ausbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Akutklinik. Abgesehen von seinen umfangreichen ärztlichen Erfahrungen in der Therapie mit Achtsamkeit und Meditation führt er hierzu auch Fortbildungsvorträge durch.